Vernunft und Natur - Nachdenken mit philosophischen Texten


Das menschliche Leben ist ein Gut, welches es zu erhalten gilt. Wenn das so ist, so argumentiert der Philosoph Hans Jonas (1903 -1993), dann haben die Menschen die Pflicht, mit den natürlichen Ressourcen so umzugehen, dass auch kommende Generationen noch ihre körperlichen und geistigen Möglichkeiten entfalten können. In seinem 1979 erschienenen Hauptwerk „Das Prinzip Verantwortung“ schreibt Jonas in Anlehnung an Kants kategorischen Imperativ: „Handle so, dass die Wirkungen deiner Handlung verträglich sind mit der Permanenz echten menschlichen Lebens auf Erden.“  Was heißt das?
Zunächst vielleicht dies: Die Natur ist das, was ohne Zutun des Menschen da ist. Der Mensch ist vernunftbegabt und sollte seine Vernunft nutzen. Was gut und richtig ist, ist im Sein selbst gleichsam objektiv vorgezeichnet.
Damit sind wir schon bei zwei der ältesten Fragen der Philosophie: Was ist die Natur und welche Stellung hat der Mensch in der Natur? Staunen und Neugier bewegten die Menschen schon immer dazu, Antworten zu suchen auf die Frage, wie die Welt und ihre Ordnung entstanden sind.
Schon lange bevor im 20. Jahrhundert die Biodiversität als bedeutsam für die Stabilität eines Ökosystems erkannt wurde, sah Nikolaus von Kues (15. Jh.) die Verflechtung von belebten und unbelebten Entitäten als konstitutiv für die Ordnung der Natur. Die fundamentale Grunderfahrung, dass die Strukturen des Alls und seine Gesetze zu den ontologischen Voraussetzungen allen Lebens gehören, verbindet die platonische Kosmologie (5. Jh. v. Chr.) mit der physikalischen Kosmologie des 20. Jahrhunderts. Von den Vorsokratikern über Platon, Plotin, Hildegard von Bingen, Cusanus und Descartes bis hin zu den modernen Theoretikern des 20. Jahrhunderts haben wir einen wahren Schatz an Denkanstößen, die von der modernen Ökologie noch nichts wissen konnten, uns aber dennoch Orientierung geben können.
Lassen Sie uns eintauchen in die Philosophiegeschichte und die Ansätze diskutieren!

Anmeldeschluss: 21.10.22.

1 Abend, 28.10.2022
Freitag, 18:00 - 19:30 Uhr
1 Termin(e)
ZeitOrt
Fr28.10.2022
18:00 - 19:30 Uhr
Schulverbund - Gebäude neu, Festhallenstraße 4, 79843 Löffingen, Raum: N 203
Dr. Gabriele Olveira
201.012Lö
Schulverbund - Gebäude neu, Festhallenstraße 4, 79843 Löffingen, Raum: N 203
Seminar: 8,00 €

 (Plätze frei)
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