Von Olivenbauern und Schafhirten im Westjordanland und deren Leben unter israelischer Besatzung


Rudolf Rogg berichtet von Schutz und Begleitung dieser Menschen im Auftrag des Weltkirchenrats (EAPPI) und des Internationalen Zentrums für gewaltfreies Judentum (CJNV). 

Die Teilnehmenden lernen den höchst belastenden Alltag der bäuerlichen Bevölkerung am Beispiel einzelner Familien und Dörfer im Westjordanland kennen, bekommen einen Einblick in die aktuelle politische Lage und was diese für die Menschen bedeutet. Sie erfahren, wie Menschen und Organisationen auf beiden Seiten der Konfliktlinie für einen gerechten Frieden im Nahen Osten arbeiten.

Aufgezeigt wird auch der Alltag eines solidarischen Begleiters. 

Im Anschluss an den Vortrag besteht die Möglichkeit der Diskussion mit dem Referenten.

Anmeldeschluss: 28.11.26.

Referent: Rudolf Rogg, geboren 1954 in Bonndorf, Mitglied Nahost-Kommission der katholischen Friedensorganisation Pax Christi-Deutsche Sektion. Er war von 2009 bis 2016 im Auftrag der Bundesregierung in den palästinensischen Gebieten eingesetzt, leitete von 2016 bis 2020 das Nahostprogramm der Gesellschaft für Internationale Zusammenarbeit (GIZ) und ist seit 2020 ehrenamtlich für Pax Christi, EAPPI und CJNV im Nahen Osten tätig. Von Hause aus ist er Förster und Diplomsoziologe. Er war einen Großteil seines Berufslebens in der Entwicklungszusammenarbeit tätig.

Seit der Staatsgründung Israels vor 1948 Jahren ist es nicht gelungen, für die Menschen in Israel und Palästina ein einvernehmliches Miteinander zu schaffen. Mit der israelischen Besetzung des Westjordanlands und Ost-Jerusalems im Jahr 1967 begann der Bau völkerrechtswidriger Siedlungen, die bis heute stetig wachsen und eine Zwei-Staaten-Lösung zu verhindern drohen. 

Ein neues Phänomen sind sogenannte landwirtschaftliche Siedlungsaußenposten. Zionistische Siedler führen Viehherden ein, die den Weide- im Ackerraum der palästinensischen Bauern und Viehhalter für sich beanspruchen und zunehmend mit Gewalt und mit Unterstützung der israelischen Besatzungsarmee besetzen. Wird Ackerland und werden Olivenhaine konfisziert. Die Betroffenen versuchen verzweifelt ihre Landwirtschaft und Viehhaltung gewaltfrei zu verteidigen und aufrecht zu erhalten. Internationale und israelische Organisationen stehen den Menschen vor Ort bei.  

Im Windschatten des Überfalls von Hamas und anderer radikaler Gruppierungen auf Israel am 07.10.2023 und des daran anschließenden Krieges in Gaza sowie des jüngsten Krieges der USA und Israels gegen den Iran haben die gewaltsanmen Vertreibungen der Bauern in der Westbank eine neue Dimension erreicht.

Israelische und internationale Menschenrechtsgruppen versuchten durch ihre Präsenz Schutz zu bieten, stehen ihnen im Alltag bei und dokumentieren die Übergriffe von Siedlern und Israelischer Armee.

Vorgestellt wird das „Olivendorf“ Burin im nördlichen Westjordanland und Bauernfamilien in der Weidezone im Süden. 

Statt Eintritt Spende.

1 Abend, 03.12.2026
Donnerstag, 19:00 - 21:00 Uhr
1 Termin(e)
Do 03.12.2026 19:00 - 21:00 Uhr Rathaus Bonndorf, Martinstr. 8, 79848 Bonndorf, Sitzungssaal
Rudolf Rogg
262109.001Bo
kostenfrei

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